· 

Über das Bloggen (Kolumne zum Monatsende)

PlattiBook: Hm ... Grübel, grübel ...
Illustration von Mie Dettmann

Moin moin, ihr Lieben, ^^

 

ich denke, heute werde ich mal wieder etwas Neues einführen. (Und nein, es geht nicht um den neuen Klamottenshop mit Stichblatt-Label, in dem ihr ab sofort legere Mode für Sie und Ihn bekommen könnt. *hüstel* ^.~) Um ehrlich zu sein, ist mir in den letzen Monaten immer öfter aufgefallen, dass sich die Beiträge in diesem Blog schon seit einiger Zeit auf Informationen rund um den Verlag beschränken, also Veranstaltungshinweise, Event-Rückblicke, allerlei Organisatorisches und hin und wieder was über diverse Projekte. Kurz um: Mir kommt das klassische Bloggen in diesem (ja-auch-)Autorinnen-Blog zu kurz. Daher habe ich mich (aus einer vom Urlaub verklärten und spontanen Laune heraus ^^') entschieden, mit einer Monatskolumne anzufangen. Tja, und so, wie ich mich kenne, wird sich diese höchstwahrscheinlich irgendwo gen Monatsende einpendeln. Daher passt es wohl auch ganz gut, mit dem heutigen letzten Tag des Monats August 2018 zu beginnen. ^.~

Was das Bloggen eigentlich ausmacht ...

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Und so ging es mir auch bei der (wie erwähnt spontanen) Frage, worum es in so einem ersten Beitrag einer Kolumne gehen könnte. Also habe ich mich noch spontaner und wie gewohnt pragmatisch einfach mal entschieden, das Beste aus dem bereits geschriebenen Absatz dieses Beitrags zu machen und das Thema Bloggen aufzugreifen. ^-^

 

Daher gehe ich vielleicht besser gleich mal auf die Frage ein, was das Bloggen eigentlich so vom "normalen" Texten für das Internet unterscheidet - und warum ich persönlich viel Wert auf diesen Unterschied lege. ^.~

 

Zur Orientierung kommt jetzt erst einmal etwas Kontext. ^^ Ich verbringe beruflich und privat sehr viel Zeit mit dem Schreiben. Das begann bei mir während des Studiums, also vor gut neun Jahren - damals noch eher harmlos in Form von "hin und wieder". Inzwischen bestreite ich damit sozusagen meinen Lebensunterhalt (und nein, damit meine ich noch nicht den Verlag und meine Bücher ^^') . Das fing mit SEO-Texten an (ich war jung und brauchte das Geld ^^') und beläuft sich heute zu einem Großteil auf regionale und wirtschaftsthematische Informations- und News-Artikel (als Journalismus würde ich das aus Respekt vor den Kolleginnen und Kollegen noch nicht bezeichnen - Neu-Deutsch heißt so etwas u.a. Content Curation). Hinzu kommen noch, die hier zahlreich erschienenen (und oben erwähnten) Infos aus meiner Verlagsschublade ...

 

Aber nein, das alles bis hier hin ist für mich noch lange kein Bloggen.

Was das Bloggen anders macht

Meine ersten Gehversuche in Sachen Bloggen liegen mittlerweile etwa sechs Jahre zurück. Gut, diesen Blog (den "Content Züchter") gibt es nun schon länger nicht mehr. Das Problem lag zum einen an der (fehlenden) Regelmäßigkeit der Beiträge und zum anderen daran, dass ich mich zu lange an der Themenauswahl aufgehalten habe. (Nicht, dass sich da viel geändert hätte ...^^') Dann aber ging es 2013 mit dem kleinen Hexenkater Tyrrin los, der quasi als Trotzprojekt zu meiner damaligen beruflichen Situation entstanden ist. Ein kleiner aufmüpfiger Kater mit ungetrübtem Blick auf die Welt und einem losen und unverblümt ehrlichen Mundwerk. (Nur zum Verständnis für erst zu diesem Artikel hinzugekommene Lesende: Tyrrin Hexenkater ist ein Geschichten-Blog. ^^) Das Schöne an diesem Blog war und ist für mich, dass ich auf prosaisch phantastische Weise einfach mal Themen verabeiten und (dank verschiedener Charaktere) unterschiedliche Perspektiven diskutieren konnte bzw. kann. - Und ja, es war auch ein versuch meinen Schreibstil an einer wehrlosen Menge von Lesenden zu testen, aber jetzt und hier soll es bekanntlich um das Bloggen gehen. ^.~

 

Wenn es, meiner Meinung nach, ums Bloggen geht, gehört es dazu, die eigene Ansicht oder auch die von Anderen zu diskutieren, Themen zu diskutieren, Erfahrungen auszuwerten, im Idealfall das Gespräch zu suchen - sowohl mit Gleichgesinnten wie auch Andersdenkenden. Es geht darum die eigenen Eindrücke zu schildern, Fragen zu stellen bzw. aufzuwerfen oder schlicht eine Meinung oder Erfahrung zu äußern. Deswegen haben Blogs ja in der heutigen Zeit, dah der Journalismus aufgrund von kostenfreien Informationen im Netz einen immer schwierigeren Stand hat und nicht gerade selten 1:1 von Pressemitteilung lebt, eine nicht unerhebliche Bedeutung. Immer wieder sind es Blogs (zumindest solche, die sich mit journalistischen Inhalten beschäftigen und recherchieren), auf welche die Journalistinnen und Journalisten bei ihrer Berichterstattung zur Erleichterung der eigenen Recherche zurückgreifen. Aber natürlich gibt es quasi so viele Wege, die eigene Meinung oder nur den eigenen Denkansatz zu äußern, wie es Blogs gibt. Der kleine Hexenkater Tyrrin ist da nur eine Variante. Dieser Verlags-/Autorinnen-Blog eine andere. Das Gleiche gilt für die zahlreichen und - wie ich aus eigenen Erfahrung weiß - Bücher-Blogs, Do-it-Yourself-Blogs, Beauty- & Livestyle-Blog usw. Nicht jede oder jeder muss ja gleich den Drang verspüren, politisch Stellung zu beziehen und die Welt verbessern zu wollen.

 

Ein Blog ist für mich schon etwas sehr persönliches, das mir selbst als Bloggerin Freude und einen gewissen Mehrwert (wie es so schön heißt ^^) bereiten sollte. Und - es ist, wie es ist - das Herunterrattern von Terminankündigungen und das Aufrufen zu Wettbewerben und Gewinnspielen ist zweckdienlich, macht in der tatsächlichen (nicht im Web textlich veröffentlichten) Umsetzung aber viel, viel mehr Spaß. ^o^ Außerdem wirken solche geistigen Ergüsse, wie dieser hier, bei solchen informativen Artikeln eher irritierend. ^^' Daher hoffe ich, dass auch euch dieses Prinzip der monaltichen Kolumne ein Stück entgegen kommt. ^.~

 

Aber genug, von mir.

Wie seht ihr das mit dem Bloggen? Was mach für euch das Bloggen aus?

Wenn ihr Lust habt, schreibt eure Erfahrungen gerne unten in den Kommentar. Das ist übrigens noch so eine schöne Sache am Bloggen. ^-^

 

In diesem Sinne,

 

Eure Platti

Kommentar schreiben

Kommentare: 0